Mittwoch, 10. Februar 2010

Der Grund für dieses Weblog

Am 10. Februar 2010 erhielt ich einen Brief der DAK, in dem diese um einen monatlichen Zusatzbeitrag für 8 Euro "bat". Der diesem Schreiben zu entnehmende Zynismus ärgerte mich so, dass ich dieses Weblog angelegt habe.

Folgendes schreibt die "Deutsche Angestelltenkasse":
...Die Medien haben bereits darüber berichtet: In ganz Deutschland werden Millionen von Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung in diesem Jahr mehr Geld für ihre Gesundheit ausgeben müssen. Die Ausgaben für Ärzte, Krankenhäuser und Arzneimittel steigen. Gleichzeitig sinken die Einnahmen durch die Wirtschafts- und Finanzkrise. Daher werden fast alle Krankenkassen im Laufe des Jahres einen Zusatzbeitrag erheben.

Die DAK als starker Partner für Ihre Gesundheit zögert die notwendige Entscheidung nicht länger hinaus. Ab Februar 2010 erheben wir einen Zusatzbeitrag von 8 Euro monatlich. Damit sichern wir Ihnen auch zukünftig die Leistungen einer modernen Gesundheitsversorgung: kompetente Beratung in medizinischen Fragen, Empfehlung von Fachärzten, Zugang zu medizinischem Fortschritt und neue Therapiemethoden. Mitversicherte Familienangehörige zahlen keinen Zusatzbeitrag.


Ich denke, das spricht für sich. "Daher werden fast alle Krankenkassen im Laufe des Jahres einen Zusatzbeitrag erheben" macht deutlich, dass es sich bei der Aktion um eine abgekartete Sache des Kartells der "gesetzlichen" Krankenkassen handelt. Mit der Formulierung, die DAK zögere die "notwendige" Entscheidung nicht länger hinaus, stellt sie sich selbst als Opfer des Systems, als Opfer der Umstände dar. Dabei ist die DAK das System. Wir leben in einem Land mit Pflichtversicherung. (Was - nebenbei bemerkt - nicht nur im Bereich der Krankenversicherung brisant ist. Auch der Name Arbeitslosenversicherung ist zynisch in Zeiten von Hartz IV, Wohnungskontrollen und ALG II.)

Der Gesundheitsfonds von Ulla Schmidt hat jeglichen Wettbewerb zwischen den Kassen unmöglich gemacht. Durch die Einheitsbeiträge und die Bestrafung von Kassen, die im Bereich der Verwaltung oder Werbung Kosten sparen, hat man jeglichen Anreiz zum Geldsparen zerstört. Damit ufern die Kosten aus und die Kassen brauchen mehr Geld. Doch die Kassen sind kein normales Unternehmen, sie sind auch ein Staatsapparat ("Körperschaft des öffentlichen Rechtes"), dessen Vorstand und Mitarbeiter nun überhaupt kein Interesse mehr haben, ihre Kosten - und damit die Beiträge der Versicherten - zu senken. Der Zusatzbeitrag verkommt somit zu einer reinen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der Apparatschiks. Er führt zu einer Aufblähung der ohnehin schon nicht zu knappen Bürokratie.

Ich werde diese Beiträge nicht bezahlen, zumindest nicht auf eine Art und Weise, dass sie bei der Kasse ankommen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen